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Bei einem Arbeitgeberwechsel ist die Portabilität ein wichtiges Thema. Diese beschreibt dabei die Mitnahmemöglichkeit erworbener Betriebsrentenanwartschaften eines Mitarbeiters. Die  Freiheit eines  Wechsels im Arbeitsleben und der Aufbau einer Betriebsrente muss kein Widerspruch sein.

Wenn ein Arbeitgeberwechsel ansteht gibt es verschiedene Voraussetzungen und Möglichkeiten.

Regel 1: Der Arbeitnehmer selbst kann den Anbieter nicht selbst bestimmen. Der Arbeitgeber kann einen Anbieter vorgeben. Er kann allerdings auch mehrere Anbieter zulassen.

Regel 2: Der Arbeitgeber kann für „zukünftige“ Verträge, die Arbeitnehmer abschließen, auch einen anderen Anbieter vorgeben (oder zulassen). Möchte ein Arbeitnehmer dann seine Versorgung aufstocken oder mit einer Versorgung starten, geht das über den neuen Anbieter. Die Altverträge laufen dann über den früheren Anbieter weiter.

Regel 3: Grundsätzlich wäre es möglich, dass ein Mitarbeiter seine bereits bestehende Direktversicherung beitragsfrei stellt und zukünftige Beiträge in eine neue Direktversicherung investiert. Hier ist aber grundsätzlich zu prüfen, ob er hierdurch nicht benachteiligt wird, weil Kosten unter Umständen schon voll bezahlt sind und ggf. im Altvertrag ein höherer Garantiezins hinterlegt ist.

Portabilität unter den Gesichtspunkpunkten des “Sozialpartnermodells” für Unternehmen mit Tarifverträgen:

Wenn ein Arbeitnehmer das Unternehmen wechselt, kann dieser das Deckungskapital der bisher besparten Betriebsrente ohne weitere Voraussetzungen in ein Sozialpartnermodell übertragen.

Er kann jedoch nicht von einem Sozialpartnermodell in ein sonst übliches System übertragen .
Hierbei hilft der Merksatz :

„Einmal Sozialpartnermodell, immer Sozialpartnermodell.“

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