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Bei der Direktversicherung handelt es sich in der Regel um eine klassische oder fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung,  aus der ein Arbeitnehmer oder seine Hinterbliebenen ganz oder teilweise bezugsberechtigt sind.

Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf die vom Arbeitgeber versprochene Versorgungsleistung, welche dann ihm oder seinen Hinterbliebenen gezahlt wird.

Bei der  Direktversicherung kann das Bezugsrecht „widerruflich“ , „unwiderruflich“ oder “unwiderruflich mit Vorbehalt” sein.

 

  1. Beim widerruflichen Bezugsrecht kann man als  Arbeitgeber vor Eintritt des Leistungsfalls die Direktversicherung abtreten, beleihen oder den Bezugsberechtigten einseitig ändern. Damit  hat man als Arbeitgeber die Möglichkeit einem vorzeitig ausscheidenden Arbeitnehmer die Versicherung wieder zu entziehen. Mit Eintritt der Unverfallbarkeit ist man jedoch dazu  verpflichtet, das Bezugsrecht nicht mehr zu widerrufen (§ 1b Abs. 2 Satz 1 BetrAVG).
  2. Unwiderruflich heißt dabei, dass dem Arbeitnehmer seine Versicherungsansprüche nur mit seiner Zustimmung widerrufen werden können. Man wählt ein „unwiderrufliches“ Bezugsrecht, damit die vom Arbeitnehmer erbrachten Leistungen z.B. im Falle der Insolvenz nicht verloren gehen. 
  3. Bei einem Bezugsrecht das unwiderruflich mit Vorbehalt eingeräumt  wurde, wird das Bezugsrecht nach Eintritt der Unverfallbarkeit unwiderruflich.
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