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Durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz wird das neue Sozialpartnermodell oder auch die “Nahles-Rente” eingeführt.

Das Sozialpartnermodell beschreibt dabei, dass die Verantwortung der Gestaltung bestimmter Aspekte der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) oder auch  Betriebsrente genannt, auf Tarifvertragsparteien und deren Produktpartner übergeht. Tarifvertragsparteien sind hierbei Arbeitgeber und Gewerkschaften.

Diese können dann zum Beispiel Punkte der reinen Beitragszusage gestalten und umsetzen. Dieser neue Teil der Reform betrifft aber zunächst nur Unternehmen die Tarifverträgen unterliegen.

Mit Einführung der “Nahles Rente”  wurde die reine Beitragszusage oder auch das System “pay and forget” eingeführt. Im Unterschied zu dem bisherigen risikobehafteten Betriebsrentenmodell sieht die reine Beitragszusage als Zielrente im Gegensatz zur Garantierente keine Haftung des Arbeitgebers für die Höhe der Rentenauszahlungen vor.

Lediglich die Zahlung der zugesagten Arbeitgeberbeiträge, die in die betriebliche Altersvorsorge (bAV) fließen sind garantiert. Die Sicherung der Einzahlungen tragen die Sozialpartner. Insgesamt haben die Sozialpartner freie Hand, wie sie das Modell, z.B. als Zielrentensystem, gestalten. Es steht ihnen frei, wie sie die Beiträge anlegen.

Im Sozialpartnermodell wird auch die Verpflichtung des  Arbeitgeberzuschusses geregelt. Der Arbeitgeber muss in Zukunft in jedem Fall die Entgeltumwandlung mit 15 % zu bezuschussen, soweit Sozialversicherungsbeiträge eingespart werden.

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